Seit vielen Jahren bin ich als Geschäftsführer der ordino nicht nur für die Entwicklung und den Erfolg des Unternehmens verantwortlich, sondern gehe mit viel Herz und Engagement durch alle Höhen und Tiefen.

Meine Arbeit ist mehr als ein Job – sie ist ein zentraler Teil meines Lebens.

Der Einschnitt: Diagnose und Behandlung

Vor acht Monaten hat mich zum zweiten Mal im Leben eine Krebserkrankung getroffen. Was folgte, war eine Zeit voller Warten, Hoffen und Unsicherheit. Die Anamnese zog sich hin, Termine bei verschiedensten Fachärzten wurden immer wieder verschoben. Als es dann endlich zur Operation kommen sollte, verzögerte eine schwere Influenza mit zwei Wochen Bettlägerigkeit den Eingriff erneut. Danach hieß es wieder warten – diesmal auf die histologischen Befunde, die über die weitere Behandlung entscheiden sollten.

Die letzten sechs Wochen waren geprägt vom Liegen, von Schmerzen und von der Unmöglichkeit, auch nur den kleinen Tisch zu heben, den ich zum Arbeiten am Computer brauche. Es war eine mühsame und zermürbende Zeit.

Die erlösende Nachricht

Beim Nachsorgetermin dann die Worte des Oberarztes, die alles veränderten:

"Keine Metastasen. Keine nachweisbaren Krebszellen. Keine Chemotherapie notwendig."

Nach all dem Deprimierenden blieb nur damit das frustierend einfach als erster Gedanke: Unkraut vergeht nicht.

Was bleibt und was entsteht

Viele der Impulse, die mich sonst antreiben, sind in dieser Zeit verloren gegangen. Aber etwas Neues ist entstanden: Die Erkenntnis, dass mein Leben und meine Arbeit nun eine andere Geschwindigkeit brauchen. Die Erkrankung und die Heilung zwingen mich zur Langsamkeit – und ich nehme diese Herausforderung an.

Blick nach vorn

Ich möchte diesen Punkt in meinem Leben bewusst gestalten. Die Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten und auch im Unternehmensalltag Raum für Heilung, Reflexion und neue Perspektiven zu schaffen. Ich werde weiterhin mit Herzblut für ordino da sein, aber auch mit der nötigen Achtsamkeit für mich selbst und mein Team.

Dieser Gedanke - nach vorn zu blicken - hat mich hier dazu geführt…

Bewandert in der Langsamkeit

Schlussgedanke

Krebs kennt keine günstigen Zeitpunkte, und er verändert alles – auch die Sicht auf Führung, Verantwortung und Erfolg. Aber er kann auch dazu führen, dass man als Mensch und als Führungskraft wächst, neue Prioritäten setzt und das Unternehmen mit noch mehr Empathie und Klarheit führt.

Unkraut vergeht nicht – eine Erkenntnis und Hoffung, daß daraus etwas ganz Neues entsteht.

 

Zwei weitere Punkte, wenn Du auf dieser Seite gelandet bist, möchte ich Dir als Chance weitergeben:

Was sind mögliche Erfahrungen die Du aus der Krebs Erkrankung ziehen kannst?

Wie gehe ich nun mit meinem Unternehmen um, was soll und kann ich vorbereiten?